BAND

Die frühe Erde kollidiert mit einem marsähnlichen Himmelskörper. Der lachende Dritte war der Mond, der sich aus dem Schutt des Aufpralls formte. Der Zufall lässt etwas Neues entstehen. So könnte es gewesen sein.
Die beiden Leipziger Musiker Susann Grossmann und Hendrik Sieber treffen mit ihren bis dahin unterschiedlichen Wegen auch eher durch Zufall aufeinander. Vier Jahre und viele gemeinsame Songs und Konzerte später hat sich aus dem Duo eine Band geformt, die nun auf den Namen Moonmind hört. Sie komponieren Popmusik mit filigranen Songstrukturen, die gewohntes Terrain immer wieder verlassen und intelligent verschiedene Einflüsse aus Indie, Folk und Experimental Pop verweben. Jedem Song haften eine geheimnisvolle, nahezu düstere Melancholie und ein Hang zur Ambivalenz an. Manchmal tobt da ein Sturm, der im nächsten Moment wieder in eine friedliche Brise abzuebben scheint. Alles ist im Fluss. Die beiden Musiker erarbeiten sich eine Offenheit gegenüber Unwägbarkeiten im Songwriting und werfen Erfahrungen über Bord: „Kann man das so machen? – Machen wir einfach!“. Komplexe Harmonien finden, dank Susanns warmer Stimme und präzisen, englischsprachigen Texten, immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Manchmal hört man auch Deutsch. Kann man das so machen? Machen sie einfach!

So auch auf der kommenden Veröffentlichung „The Ocean in me“ – die erste von insgesamt drei EP’s, die alle zusammen ein Konzeptalbum ergeben werden und auf eindrucksvolle Weise die Dynamik der Musik und der Band einfangen.

Live setzen sie ihre energetischen Songs mit bildreichen Arrangements, dezenter Zweistimmigkeit und auf den Punkt gebrachter Instrumentierung fort. Ob im Duo oder als vierköpfige Band mit Julius Kraft (Schlagzeug) und Jonas Dorn (E-Gitarre) – die Musik von Moonmind ist Bewegung. Eine Reise zum Mond und zurück. Ganz ohne Kitsch. 

Susann Grossmann und Hendrik Sieber lernten sich beim renommierten Popkurs in Hamburg im Sommer 2013 kennen. komponierten Songs, veröffentlichten zwei EPs in Eigenregie und tourten damit durch Deutschland. Susann trug die Songs auch mal über den großen Teich nach Kanada. All das passierte noch unter Susanns Namen.

Jetzt der Reset-Knopf. Neustart. Der alte Name ist zu klein geworden für eine Musik und eine Band, die mehr sein will als die Summe ihrer einzelnen Teile.

Und mit dem neuen Namen steht auch das Projekt Album in den Startlöchern. Doch ein Album im klassischen Sinne bedeutet für die beiden Musiker Stillstand. Viel spannender ist es, wenn auch der Hörer den Songs beim Wachsen zuhören kann. So werden sie drei EP’s veröffentlichen, die sie in kurzen Abständen in Eigenregie und mit der Unterstützung von tollen Kollegen der Leipziger Musikszene aufnehmen. Begleitet werden sie dabei auch von der Hallenser Illustratorin Charlotte Van Lie, die von der Musik inspirierte Zeichnungen erschafft. Jede EP bekommt ihren eigenen Kunstdruck, der dann auch käuflich erworben werden kann.

Die erste EP erscheint am 26.01.2018 und trägt den Namen „The Ocean in me“. Es geht um das Meer, um Vergangenheit, um die eigenen Wurzeln und Narben, um Themen, die sich innerlich aufspannen wie ein weiter Ozean, in dem man manchmal auch zu ertrinken droht. Eine innere Bestandsaufnahme, um dann mit klarem Blick nach vorne schauen zu können. Reset-Knopf. Neustart. Ein Kapitel geht zu Ende und ein neues beginnt. Oder vielmehr ein ganz neues Buch.